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Fiat 1100 M (103 E)

Drei Jahre war der Nuova Millecento in Serie, im letzten Baujahr mit neuen Stoffen und Lacken etwas aufgefrischt. Drei Jahre, in denen zur Limousine weitere Modellvarainten hinzukamen. Die Sportlimousine TV (Tourismo Veloce), der Kombi Familiare sowie der offenen Zweisitzer 1100 TV trasformabile aus der Hand von Fiats Karosseriespezialisten Fabio Luigi Rapi. Es waren drei Jahre, in denen viele Ideen reiften, wie der Millecento aufgewertet und verbessert werden kann.

1956 - 57

Fiat 1100 M / Fiat 1100 - 103 E

Der neue 1100 hatte den Typencode 103 E und wurde als 1100 modificato, kurz 1100 M bezeichnet.

Bei der Vorstellung des neuen Fiat 1100 wurden alle 4 Modellvarianten gleichzeitig mit der modifizierten Technik und stilistischen Änderungen vorgestellt.


Fiat 1100 M (103 E) 1956
- 1,1 ltr., 40 (SAE) PS bzw. 37 (DIN) PS - 120 kmh

Die Limousine wurde, wie der Vorgänger, noch kurze Zeit in zwei Ausstattungslinien als Limousine A und B angeboten. Die in Prospekten beschriebene Version ist immer die besser ausgestattete Limousine B.


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der Vorgänger
1953 - 1956


Fiat 1100 M
- 1956 - 1957

Die technischen Änderungen am Motor ergaben eine höhere Leistung bei weiterhin günstigem Verbrauch, am Fahrwerk wurde die Abstimmung vorne und hinten sowie die Bremsen verändert.


Fiat 1100 M (103 E)

Die wesentlichsten Änderungen betrafen die Karosserie, wobei neben den sichtbaren Änderungen an Front mit Nebellampe, den Seitenblinkern und anderen Heckleuchten besonders die nicht sofort sichtbaren Änderungen den Nutzwert erhöhten.
In erster Linie muß hier die Einführung der umklappbaren Rücksitzlehne erwähnt werden, eine damals sehr beachtete und auch wirklich nützliche Ausstattung, die bei anderen Autoherstellern erst wesentlich später eingeführt wurde. Außerdem wurde das Reserverad unter den Kofferraumboden verbannt, wodurch die Beladungsmöglichkeit zusätzlich verbessert wurde.

Scheibenwaschanlage, der zeitgemäße Bandtacho, ein Handschuhfach mit Deckel, gepolsterte Armaturenbrett-Unterkante, besserer Heizungsventilator und Ablagenetze in den Sitzlehnen hinten waren weitere neue Ausstattungsdetails.

   


Fiat 1100 (103E) -
US-Export


zeitgemäß: der Bandtacho


1956 - 57

Fiat 1100 M TV


Fiat 1100 TV / 103 E -
1956 - 1,1 ltr. 50 (DIN) PS, 140 km/h

Wie der Vorgänger hatte der 1100 TV 103 E andere hintere Kotflügel, eine größere Heckscheibe und eine andere Front mit Nebellampen. Ebenso hatte er eine zweifarbige Lackierung, die es weiterhin auch in schönen metallic-Farben gab. Geändert worden war die Teilung der Farben, ebenso wie andere Details:
Statt einer mittleren Nebellampe hatte der TV nun zwei Nebellampen unterhalb der Scheinwerfer. Die seitlichen Blinker waren wie bei der Standard-Limousine neu hinzugekommen, hatten aber zweifarbige Cellone.
Im Innenraum gab es nun vorne eine Sitzbank statt Einzelsitzen, aber wie vorher war der Polsterstoff an Sitzen und Türen mit kontrastierendem Kunstleder kombiniert und der Boden mit dicken Teppichen ausgelegt. Im Innenraum war außerdem, ebenfalls wie beim Vorgänger, das Lenkrad, die Armaturenabdeckung und andere Kunststoffteile dunkel anstatt hell, wie bei der normalen Limousine.
Die Rundinstrumente waren auch durch den trendigen Bandtacho ersetzt worden.

Die Felgen hatten anfangs die schmalen Öffnungen wie die normale Limousine, diese wurden aber bald durch die Felgen mit den großen Belüftungsöffnungen wie bei der US-Ausführung ersetzt.

Die US-Ausführung hatte neben den obligaten geschlossenene Scheinwerfern nur eine Nebellampe (siehe Bild rechts und Prospekt).

Der Motor für den TV und den Spyder 1100 TV trasformabile war etwas kräftiger, er hatte mehr Drehmoment und erreichte seine Höchstleistung von 50 PS (DIN) bzw. 53 PS (SAE) bei 5200 U/min. - Der Vorgänger leistete seine 50 PS (CUNA, DIN) bei 5400 U/min.

Die geänderte Fahrwerksabstimmung hatte positive Auswirkungen auf das Fahrverhalten, besonders bei leerem Fahrzeug.
 

   

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Fiat 1100 TV - 1957

 


Fiat 1100 TV
- US-Ausführung

 


1100 TV und Spyder 1957


1956 - 57

Fiat 1100 M Familiare


Fiat 1100 M Familiare
- 1956

Der Kombiwagen "Familiare" hatte neben allen Änderungen der Limousine eine Innenausstattung aus Kunstleder. Nur das Reserverad war nicht unter dem Laderaumboden, hier entsprach der 103E noch dem Vorgänger. Ebenso dem Vorgänger entsprach die breitere, belastbarere Bereifung und die zweifarbige Lackierung.
Im Laufe der Produktion bekam der Familiare, wie der TV, die Felgen des Exportmodells mit den größeren Lüftungsöffnungen.

 

   


Fiat 1100 Station Wagon
- USA


Fiat 1100 M Familiare
- 1957


Lizenzfertigung des Fiat 1100 M

NSU Fiat

Von den deutschen Fiat-Produktionslinien in Heilbronn lief der Fiat 1100 als "Neckar". Wie schon der Vorgänger unterschied sich der Neckar durch andere hintere Kotflügel und andere Heckleuchten ähnlich dem 1100 TV. Durch die eigene Karosseriefertigung und viele nationale Zulieferteile war der Anteil in Deutschland gefertigter Teile sehr hoch. Dennoch waren außer den Bosch Teilen der Elektrik fast alle Teile mit dem Original austauschbar.


Testbericht Auto Motor Sport Nr 6 / 1957


Sonderdruck aus Motor u. Fahrer Nr. 12 / 1956

Der Fiat 1100 TV wurde nicht als Neckar angeboten, sondern nur auf Wunsch importiert. Der von Wendler bzw. Romtesch gebaute Neckar Sport wurde durch den italienischen 1100 TV trasformabile abgelöst (siehe Prospekt)
 

   

 

 


Neckar,
der Fiat 1100 Made in Germany

 


anderes Heck - der Neckar

 


Schiebedach ab Werk

Durch die eigene Karosserie-fertigung konnte der deutsche Fiat bereits 1957 serienmäßig mit Blechschiebedach geliefert werden.

Steyr Fiat

Der Steyr Fiat 1100 M war der letzte in Steyr montierte Fiat 1100.
Siehe auch Lizenzfertigung bei Steyr und Chronik der Steyr Fiat Fahrzeuge .


Steyr-Fiat Signet

Der Prospekt war eine Steyr Produktion mit Steyr-Fiat-Fahrzeugen, das Bild rechts zeigt den Steyr Fiat 1100 vor Parlament und Rathaus in Wien.

   


1956 - 1959

1100 i (103 E)

Technisch war der 1100 i von 1956 gleich wie sein Vorgänger, hatte also auch das Chassis mit 2520 mm Radstand. Die Nutzlast wurde mit 800 kg plus Fahrer, manchmal auch mit 900 kg ohne Fahrer angegeben.
Geändert wurde neben der Motorleistung (40 (SAE) PS bzw. 37 (DIN) PS bei 4400 U/min) und der Fahrzeugfront nur einige Details wie Seitenblinker, Scheiben-waschanlage, seitliche Stoßleisten beim pick up und senkrecht geteilte Hecktüren statt der waagerecht geteilten Heckklappen beim Kastenwagen.
Im Gegensatz zur Limousine war in der Mitte des Kühlergrills (zumindest anfangs) keine Nebellampe, sondern ein rundes Typ-Emblem. Es gab aber (später, oder auf Wunsch ?) auch Fahrzeuge mit Nebellampe.

Neu war der Typ Giardiniera, ein Kombi mit hinterer Sitzbank und zusätzlichen Fenstern seitlich und oben. Damit konnten 5 Personen plus 465 kg transportiert werden. Wahlweise wurde die Giardiniera mit Stoff-Schiebedach geliefert.

siehe Prospekte

Der Fiat 1100 i / 103E wurde bis 1959 gebaut. Sehr viele wurden von Polizei, Zoll und Militär gekauft.

Der Nachfolger des 1100 i, der Frontlenker Fiat 1100 T kam 1957 auf den Markt.
 

   

 

 


der Vorgänger
- 1954 - 56


Fiat 1100 i (103E)
- 1956 - 1959


Fiat 1100 T
- ab 1957


Vom Fiat 1100 M in der Limousinen- und Kombi-Version wurden in nur einem Jahr ca. 115.000 Stück gebaut. Dazu kommen die Produktionszahlen des deutschen Werks und einige Steyr Fiat.

 

Bereits ein Jahr später kam die nächste totale Überarbeitung des Fiat Bestsellers: Die dritte Stufe auf der langen Lebensleiter war der Fiat 1100 R (rinnovato) mit dem Code "103 D". Er brachte die Änderung der Heckpartie, weitere helle, freundliche Farbkombinationen und die nächste Leistungssteigerung. 

Ebenfalls 1957 erschien als der Nachfolger des 1100 TV, der Fiat 1200 Gran Luce (im Export u.a. auch 1200 Grand Vue oder Full light genannt), dessen vordere Türen vorne angeschlagen waren und der eine eine völlig neue Linie oberhalb der Gürtellinie aufwies.

   


Fiat 1100 R (103 D)
- 1957


Fiat 1200 Gran Luce
- 1957

 

   

 

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