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Steyr Diesel 680 und 680 z

1959 - 68

Steyr Diesel 680, 680 f, 680 gk

ein Jahr nach der Vorstellung des neuen 120 PS starken 6 ltr. 6-Zylinder Motors WD 609 im Steyr Diesel 586 kam die nächste "Revolution" im Steyr-Fahrzeugbau:
der erste Frontlenker-Lkw. - Ein 5 1/2 Tonner mit demselben 6-Zylinder Motor,
im Steyr 680er anfangs jedoch mit reduzierter Leistung (110 PS).


Steyr 680 - 1959
- 110 PS 6-Zylinder-Diesel - 5,5 to Nutzlast
9,9 to zul ges.Gew. - 18,3 to max. Zug-Gew.


Steyr überraschte die Fachwelt und die Kunden mit einem gut gestylten Frontlenker, der wie bei Steyr üblich, sofort in den Chassis-Varianten Standard Lkw 680 ( 3700 mm Radstand, 5,7 to Nutzlast) Langpritschen-Lkw 680 f (4200 mm Radstand, 5,6 to Nutzlast) und 3-Seiten-Kipper 680 (g)k (3200 mm Radstand und 5,3 to Nutzlast) vorgestellt wurde.

Der 680 war, zumindest in der ersten Version, kein Verkaufsschlager. Die Nutzlast lag nur wenig über der des Steyr 480 und um eine Tonne unter der des Steyr 586. Im Preis war er aber um über 20% teurer als der nutzlastähnliche 480er und die Akzeptanz eines Frontlenkers tendierte, besonders bei der Holzwirtschaft und den Kipper-Kunden, noch gegen Null. Für echten Fernverkehrs-Einsatz waren Leistung und zul. Zug-Gewicht zu gering, für den Lieferverkehr war er (s.o.) zu teuer.


Frontlenker setzten sich bei Baustellenfahrzeugen erst Mitte der 60er langsam durch.
Auch bei Konkurrenz-Fabrikaten (Saurer, ÖAF, MAN, Magirus u.a), blieben die Hauber-Fahrzeuge im Baugewerbe erfolgreich. Nur über sehr günstige Preise wie z.B. bei dem in Österreich relativ oft verkauften Ford Thames-Trader brachten Frontlenker-Hersteller auch Kipper auf die Strasse.

Wie alle Steyr-Typen hatte der 680er - in allen Varianten (außer bei Militär-Fahrzeugen) - "seine" Farbe: beige. (Anm: Die ähnlichen Fahrzeuge in Blau waren 780er - siehe dort)

Zwischengetriebe und Differentialsperre waren serienmäßig vorhanden.


Steyr 680 mit überarbeitetem Fahrerhaus und 10,5 to zul. ges.-Gew.

Ca. 1961 kam beim Steyr 680 die erste Änderung: der Anschlag der Fahrerhaustüren wurde nach vorne verlegt, die Leistung blieb bei 110 PS und die Nutzlast stieg auf 6 to (zul. ges.-Gewicht 10,5to). Als max. Zug-Gewicht wurden 20 Tonnen zugestanden.

Der 6-Tonner Steyr 680 in den Varianten 680 und 680 f blieb bis 1969 im Programm. Ab 1963 hatte auch der 680er 120 PS wie der Steyr 586.

 


Steyr 680 u - Fahrgestell mit Möbelaufbau

1967 kam noch die Variante 680 u mit Langchassis (4800 mm Radstand) für Möbel- und ähnliche Leichtgüter hinzu.

   

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Steyr 680 1. Ausführung

Der Steyr 680 war der erste Frontlenker-Lkw, aber nicht der erste Frontlenker:


Der Omnibus 480a war (1956)
der erste Steyr ohne Motor-Haube.

Auf diesem Bus-Chassis wurden auch
einige Möbellaster gebaut.


erste Ausführung mit hinten angeschlagener Fahrerhaustüre


der Motor WD 609 auf Schlitten.

Dass die 680er Kabine nicht als Kippfahrerhaus ausgelegt war, wurde von fast allen Interessenten moniert. Während der nächsten zehn Jahre wurde daher (auch bei den artverwandten Typen 780, 880) in allen Druckschriften und Prospekten immer wieder mit denselben "guten" Argumenten für die "geniale" Lösung des nach vorne herausziehbaren Motors Reklame gemacht. - Die Nachfolger, die Steyr-Plus-Serie hatten dann aber doch Kippfahrerhäuser....


1962 - 68

drei Jahre nach der Vorstellung des Steyr 680 wurde ein zusätzlicher Typ
mit 7 to Nutzlast vorgestellt, der

Steyr 680 z


Steyr Diesel 680 z -1962
- 120 PS - 7 to Nutzlast, 11,5 to zul. ges.-Gewicht,
20 to zul. Zug-Gewicht - hier mit Steyr Traktor 188 beladen

Die Radstände für 680 z, 680 zf, 680 zgk blieben gleich,
ein Sattelschlepper 680 s mit 3200 mm Radstand kam hinzu, und ab 1967 auch die Langrahmen-Version 680 u mit 4800 mm Radstand.

Die Motorleistung war nun, wie beim 586, mit 120 PS angegeben, die Hinterachse, wie auch beim Steyr 780 doppelt untersetzt. Der Kipper 680 zgk wurde 1963 durch den den Allrad-Kipper 680 zgk Allrad ersetzt.

 




Steyr 680 mit Kehrmaschinen-Aufbau

mehr technische Infos und Bilder: Prospekte des Steyr 680

   

Gleichzeitig mit der Einführung des "größeren Bruders" Steyr 780 wuchs auch der 680er in Leistung und Tragfähigkeit


Steyr 680 z - 3700 mm Radstand


Steyr 680 zf - 4200 mm Radstand


Fahrerplatz im Stil der späten 50er

 

Nach Einführung des modernisierten Fahrerhauses für 780 z und 780 e erhielt auch der Steyr 680 und 780 die höhere, nach oben gezogene Frontscheibe.


ab 1967: Fahrerhaus mit hoher Frontscheibe

       
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